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Washington-Sniper: Drei Wochen Angst im Großraum Washington D.C.

Federal Plaza in Rockville, Maryland, im Großraum Washington D.C., wo mehrere der Schüsse fielen
Ben Schumin, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
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Zwischen dem 2. und 22. Oktober 2002 versetzten zwei als „Washington-Sniper” bekannt gewordene Schützen den Großraum Washington D.C. in Angst und Schrecken. Zehn Menschen starben bei alltäglichen Verrichtungen wie dem Tanken oder Einkaufen, mehrere weitere wurden verletzt, ohne dass die Polizei über Wochen einen Verdächtigen benennen konnte.

Die Schüsse

John Allen Muhammad, ein Golfkriegsveteran, und der von ihm kontrollierte, damals 17-jährige Lee Boyd Malvo schossen aus einem eigens präparierten Fahrzeug mit verdeckter Schussöffnung im Kofferraum, sodass der Schütze unbemerkt feuern konnte. Zu den Opfern zählten unter anderem ein Landschaftsgärtner, eine Taxifahrerin und ein Busfahrer, meist ohne erkennbaren Zusammenhang zwischen den Opfern. Bereits zwischen Februar und September 2002 waren beide auf einer Fahrt durch mehrere Bundesstaaten für weitere Schüsse verantwortlich gewesen.

Ermittlung und Festnahme

Ballistische Untersuchungen verbanden die Tatorte ab dem 4. Oktober 2002 miteinander, ein Fingerabdruck von Lee Boyd Malvo lieferte am 17. Oktober den entscheidenden Hinweis. In der Nacht zum 24. Oktober 2002 entdeckte ein Mechaniker das gesuchte Fahrzeug an einem Rastplatz in Maryland und alarmierte die Polizei, woraufhin beide festgenommen wurden. Ausführliche Profile zu beiden Tätern sind im Täter-Verzeichnis zu finden: John Allen Muhammad und Lee Boyd Malvo.

Prozess und Nachwirkungen

John Allen Muhammad wurde 2003 zum Tode verurteilt und 2009 hingerichtet, Lee Boyd Malvo erhielt als zur Tatzeit Minderjähriger mehrere lebenslange Haftstrafen. Die Angehörigen der Opfer verklagten zivilrechtlich sowohl den Waffenhändler, bei dem das Tatgewehr gestohlen worden war, als auch den Hersteller, der Fall wurde 2005 außergerichtlich verglichen. In mehreren betroffenen Orten in Maryland wurden Gedenkstätten für die Opfer errichtet.

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