Cumbria: Polizeiprüfung empfiehlt Reformen bei Waffenlizenzen
Nach dem Amoklauf von Cumbria überprüfte die britische Polizeiführung das Verfahren zur Erteilung von Waffen- und Flintenlizenzen. Der Bericht kam zu dem Ergebnis, dass sich der Angriff mit den damals verfügbaren Informationen nicht realistisch hätte verhindern lassen.
Verfahren der Polizei galt als regelkonform
Derrick Bird besaß die verwendeten Waffen legal. Die Prüfung bewertete die Entscheidungen der Polizei von Cumbria als mit dem damaligen Recht und den geltenden Leitlinien vereinbar.
Trotzdem benannte der Bericht Schwächen des Gesamtsystems. Empfohlen wurden feste Meldewege zwischen Hausärzten, psychiatrischen Diensten und Polizei, eine stärkere Einbeziehung von Familien bei Anträgen und Verlängerungen sowie ein einheitlicher Lizenztyp für Schusswaffen und Flinten.
Regierung setzte zunächst auf neue Leitlinien
Die britische Regierung reagierte im September 2011 zurückhaltend. Statt einer grundlegenden Neufassung des Waffenrechts setzte sie zunächst auf überarbeitete Leitlinien und eine bessere Anwendung bestehender Befugnisse.
Die Prüfung unterschied damit zwischen der Frage, ob die konkrete Tat vorhersehbar war, und der Möglichkeit, das Lizenzsystem für künftige Risikofälle zu verbessern.
Rückblick So begann der Fall Amoklauf von Cumbria: Taxifahrer tötet zwölf Menschen Erste Meldung lesen