Caril Ann Fugate scheitert mit Antrag auf vollständige Begnadigung
62 Jahre nach den Starkweather-Morden versuchte Caril Ann Fugate, ihre Verurteilung durch eine vollständige Begnadigung aus der Welt zu schaffen. Das Nebraska Board of Pardons lehnte den Antrag am 18. Februar 2020 ab.
Darstellung als entführte Jugendliche
Caril Ann Fugate war 14 Jahre alt, als sie 1958 mit Charles Starkweather durch Nebraska und Wyoming reiste. Caril Ann Fugate erklärte über Jahrzehnte, Charles Starkweather habe sie entführt und mit dem Tod ihrer Familie bedroht. Dass ihre Angehörigen bereits getötet worden waren, habe sie damals nicht gewusst.
Vor dem Gnadenausschuss unterstützten auch Angehörige mehrerer Opfer ihren Antrag. Sie hielten die damalige Verurteilung der Jugendlichen für falsch oder zumindest für zweifelhaft.
Ausschuss verweist auf begrenzte Zuständigkeit
Das dreiköpfige Nebraska Board of Pardons wies den Antrag nach kurzer Beratung zurück. Nach der Begründung des Gremiums ging die verlangte vollständige Begnadigung über die Wiederherstellung einzelner Bürgerrechte hinaus, die der Ausschuss in solchen Fällen üblicherweise behandelt.
Die Entscheidung änderte nichts an Caril Ann Fugates Freiheit. Sie war bereits 1976 aus der Haft entlassen worden. Der Schuldspruch blieb jedoch bestehen, ebenso der historische Streit darüber, ob sie Mittäterin oder ein weiteres Opfer von Charles Starkweather war.
Rückblick So begann der Fall Die Starkweather-Morde: Amoklauf durch Nebraska und Wyoming Erste Meldung lesen