Amoklauf von Bogaarden: Sieben Tote beim schwersten Einzeltäter-Massaker Belgiens
Am 12. Mai 1987 erschoss ein 28 Jahre alter Mann im belgischen Dorf Bogaarden und im benachbarten Denderwindeke innerhalb weniger Stunden sieben Menschen, bevor er sich bei seiner Festnahme selbst tötete. Es gilt bis heute als das tödlichste von einem Einzeltäter verübte Tötungsdelikt in der Geschichte Belgiens, blieb außerhalb des Landes jedoch weitgehend unbekannt.
Der Tathergang
Der Täter erschoss am Mittag zunächst zwei Hunde auf dem Bauernhof der Familie Decrem in Bogaarden, stürmte dann das Wohnhaus, in dem die Familie gerade beim Mittagessen saß, und tötete fünf Menschen. Anschließend erschoss er auf einem benachbarten Hof eine Frau und ihren dreijährigen Sohn, mutmaßlich um mögliche Zeugen zu beseitigen. Danach fuhr er in seinen Heimatort Denderwindeke, wo er auf seine Schwiegereltern schoss, die beide überlebten. Insgesamt starben sieben Menschen, drei weitere wurden verletzt. Als die Polizei ihn am Abend nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd im Ort Sirault bei Mons stellte, erschoss er sich selbst.
Der Täter
Ein ausführliches Profil zum Täter, seinem Werdegang und den mutmaßlichen Beweggründen der Tat ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Michel Van Wijnendaele.
Einordnung
Anders als spätere, medial weitaus präsentere Amokläufe blieb der Fall Bogaarden außerhalb der Region Pajottenland kaum bekannt, obwohl er bis heute als schwerstes Einzeltäter-Massaker der belgischen Geschichte gilt. Eine erschöpfende Erklärung für die Beweggründe des Täters konnte auch im Nachhinein nicht geliefert werden.