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Attentat auf Kaiserin Elisabeth: „Sisi“ stirbt am Genfer Seeufer

Gemälde der Kaiserin Elisabeth von Österreich in weißem Ballkleid mit Diamantsternen im Haar, gemalt 1865 von Franz Xaver Winterhalter
Franz Xaver Winterhalter (Gemälde 1865), via Wikimedia Commons · Public Domain
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Am Nachmittag des 10. September 1898 wollte Kaiserin Elisabeth von Österreich, bekannt als „Sisi”, in Genf inkognito ein Dampfschiff nach Montreux besteigen, als ein italienischer Anarchist sie mit einer selbst angeschliffenen Feile erstach. Sie starb noch am selben Tag an inneren Blutungen. Der Tod der 60-jährigen Kaiserin erschütterte die europäischen Königshäuser und machte sie postum zu einer der bekanntesten Frauengestalten des Kontinents.

Die Kaiserin

Elisabeth wurde 1837 als Herzogin in Bayern geboren und heiratete 1854 im Alter von 16 Jahren den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. Das strenge Hofzeremoniell in Wien empfand sie zeitlebens als Zwang, sie litt zudem unter dem frühen Tod ihres Sohnes Rudolf, der sich 1889 in Mayerling das Leben nahm. Bekannt für ihre außergewöhnliche Schönheit und ihre fast schon obsessive Körperpflege, verbrachte sie einen Großteil ihres Lebens auf ausgedehnten Reisen fernab des Wiener Hofs, unter anderem nach Ungarn, Griechenland und in die Schweiz, wo sie sich auch zur Tatzeit aufhielt.

Die Tat

Der Täter hatte die Kaiserin nicht gezielt als Ziel ausgewählt, sondern erfuhr erst kurz zuvor aus einer Zeitung von ihrem Aufenthalt in Genf und ergriff die zufällige Gelegenheit, um mit einem prominenten Opfer anarchistische Propaganda zu betreiben. Ein ausführliches Profil zum Täter, seinem Werdegang und dem späteren Prozess ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Luigi Lucheni.

Nachwirkungen

Der Tod der Kaiserin löste in der Habsburgermonarchie tiefe Trauer aus und verstärkte in den folgenden Jahren die europaweite Verfolgung anarchistischer Bewegungen. Elisabeths Leben und ihr gewaltsames Ende wurden später vielfach literarisch und filmisch verarbeitet und trugen wesentlich zu ihrem bis heute anhaltenden Mythos als „Sisi” bei.

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