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Amoklauf von Winnenden: 15 Tote nach Schüssen an der Albertville-Realschule

Die Albertville-Realschule in Winnenden, Tatort des Amoklaufs
RaBoe/Wikipedia · CC BY-SA 3.0
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Am Vormittag des 11. März 2009 betrat ein 17-Jähriger die Albertville-Realschule in Winnenden, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart, und eröffnete das Feuer auf Schüler und Lehrer. Es ist bis heute einer der schwersten Amokläufe an einer deutschen Schule.

Der Tathergang

Gegen 9.30 Uhr betrat der Täter das Schulgebäude und schoss in zwei Klassenzimmern sowie einem Chemiesaal auf Anwesende. Um 9.33 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Als er Polizeibeamte bemerkte, floh er zu Fuß vom Schulgelände und zwang anschließend einen Autofahrer, ihn etwa 100 Kilometer weit zu fahren.

In einem Autohaus im rund 40 Kilometer entfernten Wendlingen am Neckar tötete er zwei weitere Menschen. Gegen 13 Uhr, nach mehrstündiger Fahndung und von Polizeikräften gestellt, erschoss sich der Täter selbst.

Der Täter und die Tatwaffe

Der Schütze war ein 17-jähriger ehemaliger Schüler der Albertville-Realschule, der die Schule 2008 mit der Mittleren Reife verlassen hatte. Die Tatwaffe, eine Pistole der Marke Beretta 92, stammte aus dem legalen Waffenbesitz seines Vaters, eines Sportschützen mit insgesamt 15 Sportwaffen. Der Vater wurde später wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil er die Waffen nicht vorschriftsgemäß gesichert hatte.

Die Opfer

Insgesamt starben 15 Menschen, eingerechnet der Suizid des Täters. An der Schule kamen ein Schüler, sechs Schülerinnen und eine Lehrerin ums Leben, zwei weitere Schülerinnen starben auf dem Weg ins Krankenhaus. In Wendlingen tötete der Täter zwei weitere Menschen. Elf Personen wurden verletzt, teils schwer.

Folgen

Die Tat löste eine breite gesellschaftliche Debatte über Waffenrecht, Gewaltprävention und den Umgang mit sogenannten Killerspielen aus. Die baden-württembergische Landesregierung berief einen Expertenkreis ein, der 83 Empfehlungen vorlegte. 2014 wurde nahe der Schule das Mahnmal „Gebrochener Ring” des Künstlers Martin Schöneich eingeweiht, das an die 15 Opfer erinnert.

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