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08. Juli 2026

Möglicher Amoklauf am Gymnasium in Schongau: Zwei Schülerinnen schwer verletzt

Die Altstadt von Schongau in Oberbayern
Edelmauswaldgeist, via Wikimedia Commons · CC0 1.0
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Am Mittag des 8. Juli 2026 hat ein 16-Jähriger am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau, rund 80 Kilometer südwestlich von München am Fluss Lech gelegen, zwei 13-jährige Schülerinnen mit einem Messer schwer verletzt. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einer möglichen Amoktat aus, hält aber noch nicht alle Fragen für geklärt.

Der Tathergang

Gegen 12.50 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein. An der rund 800 Schüler zählenden Schule kam es zu einem Angriff auf zwei Mädchen, die beide Stichverletzungen erlitten. Ein Rettungshubschrauber brachte eine der beiden Schwerverletzten in eine Klinik, die zweite wurde ebenfalls in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach Angaben vom Nachmittag bestand bei keiner der beiden mehr Lebensgefahr. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, man gehe von einem Täter aus, der sowohl mit einem Messer als auch mit einer Schusswaffe unterwegs gewesen sei, wobei die Verletzungen laut bisherigem Ermittlungsstand ausschließlich durch das Messer verursacht wurden.

Die Fahndung

Der Tatverdächtige flüchtete zunächst vom Schulgelände. Die Polizei setzte für die Fahndung mehrere Hubschrauber ein und errichtete einen Anlaufpunkt für Angehörige in der Nähe der Schule. Er konnte im Lauf des Nachmittags gefasst werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelte er allein, es gebe keine Hinweise auf weitere Beteiligte.

Der Tatverdächtige

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 16-jährigen kroatischen Staatsangehörigen, der bei seinen Eltern lebte. Nach Angaben des bayerischen Innenministers gibt es Hinweise darauf, dass er ein ehemaliger Schüler der Schule gewesen sein könnte. Er soll sich zuvor bereits in psychiatrischer Behandlung befunden haben. Ein etwaiger Bezug zwischen ihm und den beiden verletzten Mädchen wird von den Ermittlern ebenso geprüft wie die Möglichkeit, dass es sich um zufällig ausgewählte Opfer handelte.

Offene Fragen

Das Motiv der Tat ist bislang ungeklärt, die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich erschüttert über die Tat und sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus.

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