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Amoklauf im Tessin: Sechs Tote in Rivera, Origlio und Massagno

Hauseingang in Origlio im Tessin, einem der Tatorte des Amoklaufs von 1992
Peter Berger, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
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Am Abend des 4. März 1992 zog ein bewaffneter Mann innerhalb von rund zwei Stunden durch die Tessiner Gemeinden Rivera, Origlio und Massagno und erschoss sechs Menschen, sechs weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Es war bereits die dritte Mehrfachtötung innerhalb weniger Jahre in der sonst als ruhig geltenden Schweiz und löste eine breite Debatte über den privaten Zugang zu Ordonnanzwaffen aus.

Der Tathergang

Bewaffnet mit einer Kalaschnikow fuhr der Täter zunächst zum Haus eines Arbeitskollegen in Origlio und erschoss dort vier Mitglieder von dessen Familie, drei weitere Personen wurden verletzt. Anschließend suchte er seinen besten Freund auf und schoss diesem wortlos in beide Beine, ohne ihn zu töten. Danach griff er zwei weitere Arbeitskollegen an, unter den Verletzten war auch ein fünfjähriges Mädchen, das Schüsse in die Beine erlitt. Noch am selben Abend umstellten über 100 bewaffnete Polizisten den Täter, der sich weinend ergab.

Der Täter

Ein ausführliches Profil zum Täter und den Hintergründen der Tat ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Erminio Criscione.

Einordnung

Die Strage di Rivera gilt als klassisches Beispiel eines Spree-Killer-Falls: mehrere Tötungen an verschiedenen Orten innerhalb kurzer Zeit, ohne Abkühlphase zwischen den Taten. Fünf Tage nach der Tat nahm sich der Täter in seiner Zelle das Leben, ein Prozess kam nicht mehr zustande. Der Fall bleibt bis heute eine der schwersten Amoktaten in der Geschichte der Schweiz.

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