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Amoklauf von Nanterre: Acht Kommunalpolitiker erschossen

Die Bourse du Travail in Nanterre bei Paris, wo sich der Amoklauf 2002 ereignete
Alice Sanson, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Am späten Abend des 26. auf den 27. März 2002 eröffnete ein 33-Jähriger am Ende einer Stadtratssitzung im Rathaus von Nanterre bei Paris das Feuer auf die anwesenden Kommunalpolitiker. Acht von ihnen starben, 19 weitere wurden verletzt. Am Folgetag nahm sich der Täter während der polizeilichen Vernehmung das Leben.

Der Tathergang

Gegen 1.15 Uhr nachts erhob sich der Mann nach dem Ende der Sitzung, zog zwei zuvor versteckte Pistolen und einen Revolver hervor und schoss innerhalb von etwa 50 Sekunden rund 37-mal auf die anwesenden Ratsmitglieder. Erst mehrere Anwesende gemeinsam konnten ihn überwältigen. Unter den Toten waren acht gewählte Kommunalvertreterinnen und -vertreter der Stadt, 19 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Der Täter

Ein ausführliches Profil zum Täter, seinem Hintergrund und seinem Suizid bei der anschließenden Vernehmung ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Richard Durn.

Einordnung

Der Amoklauf von Nanterre gilt als einer der schwersten Angriffe auf gewählte Kommunalvertreter in der französischen Nachkriegsgeschichte. Am 2. April 2002 nahmen Staatspräsident Jacques Chirac, Premierminister Lionel Jospin und Innenminister Daniel Vaillant an einer offiziellen Trauerfeier für die Opfer teil.