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Amoklauf von Mauterndorf: Sechs Tote im Salzburger Lungau

Die Kirche St. Wolfgang in Mauterndorf im Salzburger Lungau, dem Ort des Amoklaufs
Niki.L, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
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Am 20. November 1997 erschoss ein 36-jähriger Automechaniker im Salzburger Ort Mauterndorf innerhalb weniger Stunden sechs Menschen, darunter seine dreijährige Tochter, bevor er sich selbst das Leben nahm. Der Amoklauf zählt zu den folgenreichsten Gewalttaten der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

Der Tathergang

Der Täter erschoss zunächst drei Mitbewohner seines früheren Elternhauses, darunter seine frühere Ehefrau und die gemeinsame Tochter. Wenig später tötete er einen früheren Vorgesetzten, den ehemaligen Volksschuldirektor und stellvertretenden Bürgermeister des Orts. Anschließend suchte er das Haus seines früheren Arbeitgebers auf und erschoss dort dessen Tochter sowie deren Freund, der zuvor seine frühere Wohnung übernommen hatte. Auf der Flucht schoss er noch auf einen weiteren Mann, verfehlte ihn jedoch. Eine Gendarmeriestraßensperre stoppte ihn schließlich auf der Rückfahrt nach Mauterndorf, wo er sich noch am selben Tag durch einen Kopfschuss selbst tötete.

Der Täter

Ein ausführliches Profil zum Täter, seiner Herkunft und den Hintergründen der Tat ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Johann Gautsch.

Nachwirkungen

Der Amoklauf erschütterte Österreich und führte zu Forderungen von SPÖ, Grünen und Liberalem Forum nach einer Verschärfung des Waffengesetzes. Die ÖVP widersetzte sich diesen Plänen, sodass das Waffenrecht letztlich unverändert blieb. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters fanden Ermittler ein umfangreiches Waffen- und Munitionslager, das auf eine lange geplante Tat hindeutete, ohne dass sich daraus ein nachvollziehbares Motiv ableiten ließ.

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