Amoklauf von Luxiol: 14 Tote in ostfranzösischem Dorf
Am Vormittag des 12. Juli 1989 erschoss ein 31-jähriger Landwirt in seinem Heimatdorf Luxiol im ostfranzösischen Département Doubs binnen einer halben Stunde 14 Menschen und verletzte acht weitere, bevor die Polizei ihn nach zwei Schusswechseln überwältigen konnte. Es war das schwerste Blutbad in Frankreich seit über zehn Jahren.
Der Tathergang
Der Täter griff ohne erkennbaren unmittelbaren Anlass zu einer doppelläufigen Schrotflinte, schoss zunächst auf seinen eigenen Vater und einen zufällig anwesenden Tierarzt und erschoss anschließend im Wohnhaus seine Mutter und seine gerade erst verheiratete Schwester. Danach fuhr er mit dem Auto durch Luxiol und die umliegenden Weiler und schoss wahllos auf Passanten, darunter mehrere Kinder. Unter den Toten waren Nachbarn, ein Lehrer und mehrere zufällig des Wegs kommende Autofahrer und Landwirte.
Der Täter
Ein ausführliches Profil zum Täter und den Hintergründen der Tat, darunter die spätere gerichtliche Einstufung als schuldunfähig, ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Christian Dornier.
Einordnung
Der Amoklauf von Luxiol gehört zu den folgenreichsten Einzeltaten dieser Art in der französischen Nachkriegsgeschichte, ist außerhalb Frankreichs aber vergleichsweise wenig bekannt. Die geringe Einwohnerzahl des betroffenen Dorfs und die anschließende Einstufung des Täters als schuldunfähig sorgten dafür, dass es nie zu einem öffentlichkeitswirksamen Strafprozess kam.
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