Amoklauf von Lörrach: Rechtsanwältin tötet Sohn, Ex-Partner und Pfleger
Am Abend des 19. September 2010 tötete die 41-jährige Rechtsanwältin Sabine Radmacher in Lörrach an der deutsch-schweizerischen Grenze innerhalb weniger Stunden drei Menschen, ihren fünfjährigen Sohn, ihren Ex-Partner und einen Krankenpfleger im örtlichen St.-Elisabethen-Krankenhaus, bevor sie noch am selben Abend von der Polizei erschossen wurde.
Die Tat
In ihrer Wohnung erstickte sie zunächst ihren Sohn, nachdem sie ihn zuvor bewusstlos geschlagen hatte, und erschoss anschließend ihren Ex-Partner, den Vater des Jungen. Sie legte in der Wohnung einen Brand und begab sich anschließend zum nahegelegenen Krankenhaus, wo sie einen Pfleger mit Schüssen und Messerstichen tötete und mehrere weitere Personen, darunter einen Polizeibeamten, verletzte. Insgesamt wurden 18 Menschen bei dem Vorfall verletzt, drei davon schwer. Herbeigerufene Polizeikräfte erschossen sie noch am Tatabend.
Die Täterin
Sabine Radmacher hatte erst im Dezember 2009 ihre eigene Anwaltszulassung erhalten und galt beruflich als etabliert, ohne polizeilich bekannte Vorgeschichte. Ein von Medien zunächst vermuteter Sorgerechtsstreit um ihren Sohn wurde von der Polizei ausdrücklich ausgeschlossen, ein eindeutiges Motiv ließ sich nie feststellen. Ein ausführliches Profil zu ihrem Werdegang ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Sabine Radmacher.
Nachwirkungen
Der als „Amoklauf von Lörrach” bekannt gewordene Vorfall löste bundesweite Bestürzung aus und warf angesichts der Täterin, einer beruflich etablierten Frau ohne erkennbare Warnsignale, Fragen nach der Vorhersehbarkeit solcher Gewalttaten auf.
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