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Amoklauf von Floridsdorf: Fünf Tote nach Streit auf Grillfeier

Wohnhausanlage im Wiener Bezirk Floridsdorf, dem Schauplatz des Amoklaufs von 1990
C.Stadler/Bwag, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Am Abend des 9. September 1990 wurde ein 21 Jahre alter Mann im Wiener Bezirk Floridsdorf alkoholisiert von einer Nachbarschaftsfeier verwiesen. Er ging daraufhin nach Hause, erschoss seine schlafenden Eltern und kehrte anschließend bewaffnet zur Feier zurück, wo er das Feuer auf die Gäste eröffnete. Fünf Menschen starben, mehrere weitere wurden verletzt, darunter zwei Polizisten, bevor der Täter sich bei Eintreffen der Polizei selbst das Leben nahm.

Der Tathergang

Der Streit auf der Grillfeier eskalierte, nachdem der junge Mann des Platzes verwiesen worden war. Er tötete zunächst seinen Vater, seine Mutter überlebte schwer verletzt. Anschließend eröffnete er auf der Feier das Feuer auf die Anwesenden, die er für den vorangegangenen Streit verantwortlich machte. Der Gastgeber der Feier sowie drei weitere Gäste starben, die Schwester des Gastgebers wurde durch einen Lungendurchschuss schwer verletzt. Als die Polizei eintraf, schoss er auf zwei Beamte, bevor er sich selbst erschoss.

Der Täter

Ein ausführliches Profil zum Täter ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Felix Zehetner.

Nachwirkungen

Der Amoklauf schockierte ganz Österreich und wurde zum Anlass gesellschaftlicher Debatten über Waffenbesitz und Gewaltbereitschaft junger Männer. Drei Tage nach der Tat widmete sich die ORF-Diskussionssendung „Club 2” dem Thema. Aus dem dabei verwendeten Fernsehmaterial des Tattags entstand später der von Michael Haneke zusammengestellte Dokumentarfilm „Nachruf für einen Mörder” (1991), der die mediale Berichterstattung über die Tat kritisch aufarbeitete.