Massaker von Dunblane: 16 Kinder und ihre Lehrerin erschossen
Am Morgen des 13. März 1996 betrat der 43-jährige Thomas Hamilton die Turnhalle der Grundschule von Dunblane in Schottland und erschoss dort 16 Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren sowie deren Lehrerin, bevor er sich selbst das Leben nahm. Das sogenannte Dunblane-Massaker gilt bis heute als der folgenreichste Amoklauf an einer britischen Schule.
Die Tat
Thomas Hamilton kappte zunächst die Telefonleitungen der Schule und betrat gegen 9:35 Uhr die Turnhalle, in der eine Klasse für den Sportunterricht bereitstand. Mit zwei legal erworbenen Pistolen und zwei Revolvern feuerte er innerhalb weniger Minuten über hundert Schüsse ab. Die Lehrerin Gwen Mayor starb, als sie versuchte, ihre Schüler zu schützen. Anschließend erschoss er sich selbst.
Der Täter
Er hatte über Jahrzehnte mehrere selbst organisierte Jungenclubs geleitet, gegen die es wiederholt Beschwerden von Eltern und Behörden gegeben hatte. Er sah sich selbst als Opfer einer Verleumdungskampagne und wandte sich mehrfach brieflich an Abgeordnete, um sich über die aus seiner Sicht ungerechtfertigten Vorwürfe zu beschweren. Ein ausführliches Profil zu seinem Werdegang und der Tat ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Thomas Hamilton.
Nachwirkungen
Der im Oktober 1996 veröffentlichte Cullen-Bericht empfahl eine drastische Verschärfung der Waffengesetze sowie strengere Überprüfungen für Personen, die mit Kindern arbeiten. In der Folge verboten zwei Gesetze nahezu alle privat gehaltenen Handfeuerwaffen in England, Schottland und Wales. Die als „Snowdrop-Kampagne” bekannte Bürgerinitiative der Angehörigen trug maßgeblich zur schnellen Verabschiedung der Gesetze bei. Das Massaker bleibt bis heute der schwerste Amoklauf an einer Schule in der britischen Geschichte.
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