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Amoklauf von Cumbria: Taxifahrer tötet zwölf Menschen

Die Kirche im Dorf Lamplugh in Cumbria, wo Derrick Bird seinen Amoklauf mit der Tötung seines Zwillingsbruders begann
Trevor Harris / Geograph Britain and Ireland / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
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Am Morgen des 2. Juni 2010 fuhr der Taxifahrer Derrick Bird zum Hof seines Zwillingsbruders im Dorf Lamplugh in Cumbria und erschoss ihn. Was folgte, war eine gut 70 Kilometer lange Fahrt durch die Dörfer und Kleinstädte der Region, bei der er wahllos weitere Menschen erschoss. Am Ende des Tages waren zwölf Menschen tot, darunter der Täter selbst.

Die Tat

Nach der Tötung seines Bruders David erschoss er den Anwalt Kevin Commons, der die Familie in einem Erbschaftsstreit vertreten hatte, sowie seinen Taxifahrerkollegen Darren Rewcastle. Anschließend fuhr er weiter durch Orte wie Frizington, Whitehaven, Egremont, Wilton, Carleton, Gosforth und Seascale und erschoss dabei acht weitere, ihm zufällig begegnende Menschen im Alter zwischen 23 und 71 Jahren. Elf weitere Personen wurden verletzt. Die Polizei sperrte weite Teile der Grafschaft ab und leitete eine großangelegte Fahndung ein. Er ließ sein Auto schließlich in einem Waldstück bei Boot zurück und erschoss sich selbst, bevor die Beamten ihn stellen konnten.

Der Täter

Derrick Bird hatte 23 Jahre lang als Taxifahrer in Whitehaven gearbeitet und war zuvor bei der Nuklearanlage Sellafield beschäftigt gewesen. Zum Zeitpunkt der Tat stand er unter dem Druck einer Steuerprüfung und eines familiären Erbschaftsstreits. Ein ausführliches Profil zu seinem Werdegang und der Tat ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Derrick Bird.

Nachwirkungen

Anders als nach dem Massaker von Dunblane 1996, das zu einem weitreichenden Verbot privater Handfeuerwaffen in Großbritannien führte, blieben nach dem Amoklauf von Cumbria umfassende gesetzliche Verschärfungen aus, da der Täter alle verwendeten Waffen legal besaß. Ein offizieller Untersuchungsbericht konnte kein eindeutiges Motiv feststellen und verwies stattdessen auf ein Zusammenspiel aus finanziellen Sorgen, familiären Konflikten und sozialer Isolation.

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