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Amoklauf von Cuers und Solliès-Pont: 15 Tote durch einen 16-Jährigen

Bahnhof Cuers-Pierrefeu in der südfranzösischen Gemeinde Cuers, in der der Amoklauf seinen blutigen Höhepunkt fand
Wikimedia Commons / Homère plus · CC BY-SA 4.0

Am Abend des 23. September 1995 tötete ein 16-Jähriger im südfranzösischen Solliès-Pont im Département Var seine Mutter, seinen Stiefvater und seinen elf Jahre alten Halbbruder. Am folgenden Morgen zog er bewaffnet weiter in die Nachbargemeinde Cuers und schoss dort wahllos auf Passanten, bevor er sich selbst das Leben nahm. Insgesamt starben 15 Menschen, einer der folgenreichsten Amokläufe der jüngeren französischen Geschichte.

Der Tathergang

Im Elternhaus in Solliès-Pont erschoss und erschlug der Täter zunächst seinen Stiefvater, seine Mutter und seinen kleinen Halbbruder. Am Morgen des 24. September 1995 setzte er die Tat im rund fünf Kilometer entfernten Cuers fort: Auf offener Straße, an einem Geldautomaten und vor einem Zeitungskiosk schoss er wahllos auf Menschen, die ihm über den Weg liefen. Unter den Toten waren neben einem Mitschüler auch mehrere ältere Bewohner der Gemeinde im Alter von bis zu 81 Jahren sowie ein erst 15-jähriger Junge. Gegen 8 Uhr morgens erschoss sich der Täter selbst unter einem Baum vor einer Schule in Cuers.

Der Täter

Ein ausführliches Profil zum Täter, seiner Familie und dem ungeklärten Motiv ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Éric Borel.

Einordnung

Der Amoklauf von Cuers und Solliès-Pont zählt mit 15 Toten zu den folgenreichsten Gewalttaten eines minderjährigen Täters in Europa und löste in Frankreich eine Debatte über den Zugang Jugendlicher zu Schusswaffen aus.