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Amoklauf an der Columbine High School: 13 Tote in Colorado

Das Columbine Memorial im Clement Park in Littleton, Colorado
Seraphimblade, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
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Am Vormittag des 20. April 1999 eröffneten zwei Schüler der Columbine High School im US-Bundesstaat Colorado das Feuer auf ihre Mitschüler und Lehrer. 13 Menschen starben, mehr als 20 weitere wurden verletzt, bevor die beiden Täter sich selbst das Leben nahmen. Das Attentat zählt bis heute zu den folgenreichsten Gewalttaten der amerikanischen Kriminalgeschichte.

Der Tathergang

Gegen 11:19 Uhr eröffneten die beiden Schüler vor dem Westeingang der Schule das Feuer auf Mitschüler. Anschließend drangen sie ins Gebäude ein und töteten in der Cafeteria einen Lehrer, der zuvor Schüler in Sicherheit gebracht hatte. Der schwerste Teil der Tat ereignete sich in der Schulbibliothek, wo sich rund 56 Personen aufhielten und mehrere Schüler gezielt erschossen wurden. Gegen 12:08 Uhr, weniger als eine Stunde nach den ersten Schüssen, richteten sich die beiden Täter in der inzwischen leeren Bibliothek selbst. Sie hatten zudem mehrere selbst gebaute Sprengsätze im Schulgebäude platziert, von denen die meisten nicht zündeten.

Die Täter

Beide Schüler hatten die Tat über etwa ein Jahr geplant und in Tagebüchern sowie Videoaufnahmen dokumentiert, die deutlich mehr Opfer vorsahen, als am Ende starben. Ausführliche Profile zu beiden Tätern, ihrem Werdegang und der gemeinsamen Planung sind im Täter-Verzeichnis zu finden: Dylan Klebold und Eric Harris.

Ermittlung und Kritik

Die Reaktion der Einsatzkräfte, die das Schulgebäude erst gut zwei Stunden nach Beginn der Schüsse vollständig durchsuchten, wurde später scharf kritisiert und führte zu einer grundlegenden Reform der Polizeitaktik bei sogenannten Active-Shooter-Lagen in den gesamten USA.

Nachwirkungen

Columbine löste eine bis heute andauernde gesellschaftliche Debatte über Waffenrecht, Mobbing an Schulen und die Rolle gewalthaltiger Medien aus. Der Fall gilt als Blaupause für zahlreiche spätere Nachahmungstaten an amerikanischen Schulen, ein Phänomen, das in der Forschung inzwischen als „Columbine-Effekt” bezeichnet wird.

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