Sechsfachmord im Café 't Koetsiertje in Delft
Am Dienstag nach Ostern, dem 5. April 1983, eröffnete ein Mann im gut besuchten Café ‘t Koetsiertje in Delft das Feuer und tötete sechs Menschen. Der Fall zählt bis heute zu den schwersten Gewaltverbrechen der jüngeren niederländischen Geschichte und erregte international Aufsehen, von Hongkong bis zur BBC.
Der Tathergang
Der Täter geriet im Café in einen Streit mit einem anderen Gast, der ihm nach Augenzeugenberichten vorgeworfen haben soll, trotz seiner Einbürgerung kein „echter Holländer“ zu sein. Er zog daraufhin eine halbautomatische Pistole und erschoss zunächst den vermeintlichen Beleidiger, danach fünf weitere Gäste. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Toten war mit der 12 Jahre alten Carmen Sneekes auch ein Kind. Ein ehemaliger Polizeibeamter, der als einer der Ersten am Tatort war, beschrieb die Szene später als „gruwelijk tafereel“, ein schreckliches Bild.
Der Täter
Ein ausführliches Profil zum Täter und zum weiteren Verlauf des Falls, der 2021 mit einer vollständigen Begnadigung endete, ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Cevdet Yilmaz.
Nachwirkungen
In Delft blieb der Fall über Jahrzehnte im kollektiven Gedächtnis der Stadt präsent. Als der Täter 2021 vollständig begnadigt wurde, sorgte das noch einmal für breite Medienberichterstattung in den Niederlanden, fast vier Jahrzehnte nach der Tat.
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