Alphen: Mehr als 3,5 Millionen Euro an Opfer ausgezahlt
Nach dem Schusswaffenangriff von Tristan van der Vlis im Einkaufszentrum De Ridderhof folgte ein jahrelanger Streit um die Verantwortung der Polizei. Ein ausführliches Täterprofil ist unter Tristan van der Vlis zu finden. Der Hoge Raad entschied 2019, dass die Waffenerlaubnis nicht hätte erteilt werden dürfen und die Polizei für daraus entstandene Schäden haftet.
Unabhängige Stiftung gegründet
Im April 2020 gründeten die Nationale Polizei und ihr Versicherer eine unabhängige Stiftung. Sie sollte materielle und immaterielle Schäden der Betroffenen prüfen und regulieren, ohne dass jedes Opfer ein eigenes langwieriges Gerichtsverfahren führen musste.
Die Stiftung erfasste sowohl unmittelbar Verletzte als auch Menschen, die den Angriff miterlebt hatten und dadurch nachweisbare Schäden erlitten.
Millionenbeträge an Betroffene
Bis November 2021 waren mehr als 3,5 Millionen Euro ausgezahlt worden. Damit wurde das Urteil des Hoge Raad erstmals in größerem Umfang praktisch umgesetzt.
Die Zahlungen ändern nichts daran, dass die damalige polizeiliche Entscheidung zur Waffenlizenz nachträglich als rechtswidrig bewertet wurde. Sie dienten der individuellen Schadensregulierung und waren keine pauschale Entschädigung für alle Einwohner der Stadt.
Rückblick So begann der Fall Amoklauf von Alphen aan den Rijn: Sechs Tote bei Schüssen im Einkaufszentrum De Ridderhof Erste Meldung lesen