Aci Castello erinnert mit Sozialpreis an die fünf Opfer
Zehn Jahre nach dem Amoklauf im Rathaus von Aci Castello trat der Gemeinderat am 2. Mai 2013 zu einer besonderen Sitzung zusammen. Dabei kündigte die sizilianische Gemeinde mehrere dauerhafte Formen des Gedenkens an die fünf Menschen an, die Giuseppe Leotta 2003 erschossen hatte.
Preis für soziales Engagement
Die Gemeinde stiftete einen Preis für Menschen, die sich in besonderer Weise im sozialen Bereich engagieren. Nach der damaligen Ankündigung sollte die Auszeichnung künftig jährlich vergeben werden. Die erste Ehrung erhielt die Journalistin Agnese Virgillito, die mit dem Buch „L’alone della luna“ die Tat und ihre Folgen aufgearbeitet hatte.
Ob der Preis seitdem ohne Unterbrechung jedes Jahr verliehen wurde, lässt sich aus den zugänglichen Unterlagen nicht sicher feststellen. Belegt ist die Stiftung beim zehnten Jahrestag.
Kommunale Räume tragen die Namen der Opfer
Der Lesesaal der Gemeindebibliothek sollte nach Rita Mammino und Giuseppe Castorina benannt werden. Der Ratssaal trug bereits den Namen des getöteten Bürgermeisters Michele Toscano. Zwei Seniorenzentren erinnerten an Maria Marta Cappadonna und Salvatore Li Volsi.
Am Abend folgten eine Gedenkmesse in der Kirche San Mauro Abate und ein Konzert. Damit machte die Gemeinde aus dem allgemeinen Erinnern konkrete Orte und eine Auszeichnung, die über den Jahrestag hinaus an die Opfer erinnern sollten.
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